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Fallstudien

Mehr Schulungen, weniger Skill-Wirkung: IT-Weiterbildung 2030 erklärt

Clara Brinkmann ~8 Min. Lesezeit
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Mehr Schulungen, weniger Skill-Wirkung: IT-Weiterbildung 2030 erklärt

Inhaltsverzeichnis

In zahlreichen Gesprächen mit IT-Teams und L&D-Teams habe ich immer wieder denselben Satz gehört: Wir bieten viele Schulungen an, aber die Lücke wird immer größer.

  • Es gibt Budgets, Plattformen und Kursangebote, trotzdem bleiben zentrale Stellen schwer zu besetzen.

  • Gleichzeitig verändert sich die Welt ständig. Das Weltwirtschaftsforum schätzt, dass sich bis 2030 rund 39 % der Kernkompetenzen verändern werden.

  • Generative KI beschleunigt diesen Prozess. Gartner schätzt, dass mehr als 80 % der Unternehmen sie bis 2026 produktiv einsetzen werden.

  • Generative KI beschleunigt diese Entwicklung, laut Gartner werden bis 2026 mehr als 80 % der Unternehmen sie produktiv nutzen.
  • In Deutschland ist der Druck sogar noch größer. Bitkom meldet einen Mangel von rund 109.000 IT-Fachkräften bis 2025.

Deshalb wollte ich keine weiteren Vermutungen aufstellen, sondern nachvollziehen, was bei Planung, Rollen, Zeit und täglicher Arbeit tatsächlich passiert.

Die Untersuchung zeigt ein klares Muster, wir messen häufig Trainingsaktivitäten, verknüpfen das Lernen aber nicht mit der tatsächlichen Arbeit und Leistung. Auch die OECD nennt immer wieder denselben Bremsfaktor, fehlende Zeit statt fehlender Kurse.

Deshalb haben wir diese Fallstudie und einen Schritt-für-Schritt-Plan für 2030 erstellt, damit Teams von mehr Schulungen zu echter Kompetenzentwicklung wechseln können.

Unsere neue Fallstudie „IT Training 2030“ zeigt, was sich bis 2030 verändert und worauf es ankommt, Skills, Rollen, Lernformate und Governance. Der Report gibt einen klaren Überblick über Trends, Mythen und wirksame Hebel sowie einen praktischen Gameplan für Unternehmen.

Warum IT-Weiterbildung 2030 neu gedacht werden muss

Wir haben ein wiederkehrendes Muster beobachtet: Unternehmen investieren viel in Trainings, doch sobald Mitarbeitende in den Arbeitsalltag zurückkehren, fällt es ihnen oft schwer, das Gelernte wirklich anzuwenden.

Wir wollten verstehen, was Teams mit messbarem Kompetenzaufbau von Teams unterscheidet, die vor allem Programme und Kurse abhaken.

Unsere Leitfragen

  • Warum bleiben Weiterbildungsbudgets ungenutzt oder werden erst spät im Jahr ausgegeben?

  • Warum sind Zertifikate am Anfang hilfreich, verlieren aber mit der Zeit an Aussagekraft?

  • Warum besteht die Kompetenzlücke oft weiter, selbst nach umfangreichen Weiterbildungen?

Wie sich IT-Weiterbildung entwickelt hat

Die meisten IT-Teams haben mehrere Lernphasen durchlaufen. Jede dieser Phasen hat verändert, wie du lernst.

Phase 1, die Zeit der Präsenzschulungen

Reisen, Hotel, gedruckte Unterlagen, ein Trainer, ein Raum.
Lernen fühlte sich langsam an, aber die Zeit dafür war fest eingeplant.
Frage: Nimmst du dir heute noch bewusst Zeit zum Lernen oder passiert es nur nach der Arbeit?

Phase 2, die E-Learning-Jahre

LMS-Einführungen, Lernvideos, Abschlussquoten als Nachweis.
Frage: Wurde Lernen wirklich einfacher, oder nur einfacher zu messen?

Phase 3, die Agile- und Cloud-Jahre

Schnellere Veränderung, mehr Tools und Skills mussten schneller wachsen als Jahrespläne.
Frage: Wann hat sich Training für deinen Alltag zu langsam angefühlt?

Phase 4, Microlearning und Lernplattformen

Mehr Inhalte, weniger Klarheit, viel Auswahl, wenig Fokus.
Frage: Hat die große Auswahl deinem Team wirklich geholfen, oder eher Verwirrung erzeugt?

Phase 5, KI im Arbeitsalltag

KI taucht in täglichen Aufgaben auf, mit neuen Risiken und neuen Regeln.
Frage: Wird der Einsatz von KI in deiner Organisation aktiv gefördert, oder passiert er eher nebenher?

Was unsere Analyse zum IT-Skill-Gap zeigt

1- Trainingsvolumen ist nicht der Engpass

Mehr Kurse allein lösen das Problem nicht. Lernen braucht ein Team-System mit klaren Rollen, konkreten Zielen und einer logischen Reihenfolge.

2- Zertifikate bleiben wichtig, aber in einer neuen Form

Nutze sie zur Orientierung und im Recruiting, bewerte den Erfolg aber anhand echter Arbeitsergebnisse statt formaler Nachweise.

3- Das Budgetproblem ist oft ein Transparenzproblem

Bleiben die Skill-Ziele unklar, bleibt auch der Nutzen unklar. Budgets werden verschoben oder am Jahresende ohne Plan ausgegeben. Setze klare Ziele und verknüpfe Ausgaben mit messbaren Ergebnissen.

4- Zeit schlägt Motivation

Menschen wollen lernen, aber ihnen fehlt die Zeit. Blocke Lernzeit im Kalender und schütze sie wie einen wichtigen Termin.

5- Input-Kennzahlen verdecken die Realität

Trainingsstunden und Abschlussquoten wirken auf dem Papier gut. Achte stattdessen auf Qualität, Tempo und Risiken in der Arbeit, um echten Fortschritt zu sehen.

IT-Weiterbildung: Mythos vs reale Kompetenzwirkung

Annahme: Mehr Kurse anzubieten erhöht automatisch das Skill-Level.

Realität: Mehr Kurse reduzieren oft den Fokus und verdecken echte Ergebnisse.
Schnelltest: Kannst du die 5 Skills nennen, die dein Team in diesem Quartal aufbauen muss?
Was wirklich hilft: Definiere rollenbasierte Skill-Ziele und verknüpfe sie mit Projektergebnissen.

Annahme: Zertifikate beweisen Kompetenz.

Realität: Sie helfen beim Recruiting und der Orientierung, aber der echte Nutzen zeigt sich in Arbeit und Entscheidungen.

Schnelltest: Was hat sich nach einer Zertifizierung innerhalb von 4 Wochen konkret im Alltag verändert?
Was wirklich hilft: Ergänze Praxisaufgaben, Reviews und sichtbare Ergebnisse in realen Projekten.

Annahme: Motivation ist das Hauptproblem.

Realität: Ohne feste Lernzeit rutscht Lernen in die Freizeit.
Schnelltest: Hat dein Team feste Lernzeiten im Kalender?
Was wirklich hilft: Blocke Lernzeit und behandle sie wie echte Arbeitszeit.

Annahme: Wir messen Lernen, also managen wir Lernen.

Realität: Viele Kennzahlen messen Aktivität, statt echter Kompetenz.
Schnelltest: Zeigen deine Kennzahlen bessere Qualität, mehr Geschwindigkeit oder weniger Risiken?
Was wirklich hilft: Wechsle von Input-KPIs zu Outcome-KPIs mit direktem Bezug zur Arbeit.

Welche IT-Skills sich bis 2030 verändern

Skills verändern sich schneller

Kernkompetenzen werden sich bis 2030 stark verschieben. Immer mehr Rollen erfordern bereichsübergreifendes Denken, und Menschen müssen Ergebnisse prüfen statt sie nur zu erstellen.

Lernen wandert in den Arbeitsfluss

Reine Trainingsveranstaltungen bauen keine echten Kompetenzen auf. Das gelingt durch reale Arbeit, Mentoring und Feedback.

KI bringt eine neue Ebene

KI ist nicht nur ein Tool-Thema. Sie bringt neue Risiken, Qualitätsanforderungen, Verantwortlichkeiten und Governance-Regeln, die Teams verstehen und anwenden müssen.

Der IT-Weiterbildung 2030 Gameplan

Phase 1, Monate 0 bis 3, Klarheit schaffen

Ziel: Aufhören, von allem ein bisschen zu machen.
Vorgehen: Wähle Prioritätsrollen aus, definiere Skill-Ziele pro Rolle und lege wenige klare Skill-Cluster fest.
Nachweis: Ein oder zwei Ergebniskennzahlen pro Cluster, damit Fortschritt in echter Arbeit sichtbar wird.

Phase 2, Monate 3 bis 12, das System aufbauen

Ziel: Lernen zum Teil der täglichen Arbeit machen.
Vorgehen: Verknüpfe Lernen mit Projekten, Reviews und Teamroutinen, und schaffe geschützte Lernzeit.
Nachweis: Eine einfache Skill-Übersicht, die Führungskräfte und Teams wirklich nutzen, kein versteckter LMS-Bericht.

Phase 3, ab 12 Monaten, das Erfolgreiche skalieren

Ziel: Lernen in langfristige Kompetenz verwandeln.
Vorgehen: Entwickle Rollenpfade, aktualisiere sie regelmäßig und fördere interne Mobilität statt nur neue Leute einzustellen.
Nachweis: Weniger zufällige Trainings, mehr wiederholbares Wachstum über Teams hinweg.

Beispielpfad

Wir wollen dies am Beispiel eines Cloud Engineer näher bringen. Ziel-Skills sind unter anderem Cloud-Grundlagen, Security by Design, Kostenkontrolle und Incident Response. Training mit kurzen Inputs kombiniert mit Praxis in echten Cloud-Projekten.

Warum Kompetenzwirkung klare Verantwortung braucht

Echter Kompetenzaufbau braucht gemeinsame Verantwortung. Wenn ein Teil des Systems fehlt, bleibt Lernen nur Aktivität statt echte Fähigkeit.

  • HR und L&D: das Lernsystem aufbauen, Partner auswählen, Ergebnisse messen.
  • IT-Führung: Prioritäten setzen, Rollen definieren, Zeit schützen, den Plan finanziell absichern.
  • Teamleiter: Feedbackschleifen steuern, Lernen mit realen Aufgaben verbinden, Wachstum begleiten.
  • Mitarbeitende: üben, Ergebnisse in der Arbeit zeigen, mit Kolleginnen und Kollegen lernen.
  • Einkauf und Finanzen: für Ergebnisse einkaufen, nicht für Kursvolumen.
  • Compliance und Security: Regeln für KI und Risiken festlegen, sichere Nutzung von Tools unterstützen.

Selbstcheck: Welche Rolle fehlt in deiner Organisation am meisten, Führung, Zeit oder Messbarkeit?

Wie wir unsere Weiterbildungsstrategie angepasst haben

Auch für uns waren die Ergebnisse der Studie herausfordernd. Wir haben die Erkenntnisse genutzt, um anzupassen, wie wir Lernen gestalten, wie wir es messen und wie wir es mit echter Arbeit verbinden.

Was wir gestoppt haben
Wir behandeln Lernen nicht mehr wie ein langes Kursmenü, bei dem mehr Auswahl automatisch zu mehr Fortschritt führt.

Was wir begonnen haben
Wir setzen stärker auf rollenbasierte Lernpfade, mit klaren Skill-Zielen, geschützter Lernzeit und Praxis, die sich in realer Arbeit zeigt.
Außerdem legen wir mehr Gewicht auf echte Ergebnisindikatoren statt nur auf Teilnahme, Abschlussquoten oder Zertifikate.

Wie das zum Gameplan passt
Phase 1 steht für Klarheit, Rollen, Skill-Cluster und messbare Ergebnisse.
Phase 2 bedeutet Lernen in Projekten und Teamroutinen.
Phase 3 heißt Skalieren von Lernpfaden und interner Mobilität.
Unser Angebot folgt genau dieser Logik, damit Training kein isoliertes Ereignis bleibt.

So sieht wirksame IT-Weiterbildung in der Praxis aus

  • Rollenbasierte Lernpfade statt nur Kurslisten

  • Mehr Praxisformate, Reviews, Labs und Coaching

  • KI-Kurse mit Fokus auf sichere Nutzung und Governance, nicht nur auf Tools

  • Klare Lernziele, die Teams in echter Arbeit zeigen können

Wenn du das komplette Framework, die Grafiken und den detaillierten Gameplan sehen möchtest, kannst du den vollständigen Report hier lesen.

Das ist keine einmalige Diskussion.
Wir machen aus der Studie eine 3-teilige Webinarreihe, in der wir die strukturellen Probleme und die nötigen praktischen Veränderungen für Unternehmen Schritt für Schritt erklären.

Die erste Session fand am 19. Februar 2026 statt und ist als Aufzeichnung verfügbar.

Die zweite Session findet am 5. März 2026 statt. Dort nehmen wir die größten Mythen der IT-Weiterbildung kritisch unter die Lupe und zeigen, was laut Evidenz tatsächlich wirkt.

Du kannst live teilnehmen oder das Webinar später ansehen und deine Meinung als Kommentar teilen.

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Clara Brinkmann
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Clara Brinkmann
, Research & Business Development

In meiner Rolle als Business Developerin und leidenschaftliche Forschungs-Enthusiastin beschäftige ich mich sowohl mit der Entwicklung von aktuellen Trends als auch mit ihrer umfassenden Erfassung. Ich bin stets offen für neue Herausforderungen und empfinde Freude darin, sicherzustellen, dass alle Prozesse reibungslos ablaufen und Tecnovy sich kontinuierlich weiterentwickelt.

In meiner Rolle als Business Developerin und leidenschaftliche Forschungs-Enthusiastin beschäftige ich mich sowohl mit der Entwicklung von aktuellen Trends als auch mit ihrer umfassenden Erfassung. Ich bin stets offen für neue Herausforderungen und empfinde Freude darin, sicherzustellen, dass alle Prozesse reibungslos ablaufen und Tecnovy sich kontinuierlich weiterentwickelt.

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Aslihan Kilic
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Aslihan Kilic
, Social Media & Content Manager

Mit einem unerschütterlichen Engagement für kontinuierliches Lernen und dem Bleiben auf dem Laufenden über Branchentrends bin ich immer auf der Suche nach neuen Wegen, Grenzen zu überschreiten und etwas zu bewirken. Ich interessiere mich leidenschaftlich für Social-Media-Management und erkenne die Macht digitaler Plattformen bei der Gestaltung der Markenwahrnehmung und der Steigerung des Engagements.

Mit einem unerschütterlichen Engagement für kontinuierliches Lernen und dem Bleiben auf dem Laufenden über Branchentrends bin ich immer auf der Suche nach neuen Wegen, Grenzen zu überschreiten und etwas zu bewirken. Ich interessiere mich leidenschaftlich für Social-Media-Management und erkenne die Macht digitaler Plattformen bei der Gestaltung der Markenwahrnehmung und der Steigerung des Engagements.

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